Städte erwachen wieder zum Leben: Wir gestalten den Ort neu, an dem Unternehmen auf die Straße treffen
Die Städte kehren zum Rhythmus des Lebens zurück. Die Büros, Restaurants und Geschäfte, die in den ersten Tagen der Pandemie leer standen, beginnen sich mit der Rückkehr der Menschen in die Geschäftsbezirke wieder zu beleben. Dennoch sind einige Schaufenster und Lobbys immer noch still. Veränderte Arbeitsgewohnheiten, sich wandelnde Einzelhandelsmodelle und globale wirtschaftliche Unsicherheiten erinnern uns daran, dass wir uns immer noch in einer Übergangsphase befinden.
Diese gemischte Dynamik symbolisiert die Suche der Städte nach ihrer „neuen Normalität“. Vielleicht entspringt diese Zögerlichkeit einer Sorge; vielleicht befinden wir uns aber auch in einer Zeit, in der wir die Gelegenheit erkennen, unsere Städte neu zu definieren. Die Erdgeschosse sind nicht länger nur Räume, die ausschließlich den Mitarbeitern dienen – sie können multifunktionale Destinationen sein, die gleichzeitig der Gemeinschaft, dem öffentlichen Leben und der Marke dienen.
Diese Transformation hat das Potenzial, das Erlebnis in den zentralen Geschäftsvierteln zu verbessern und die Wahrnehmung der Städte neu zu gestalten. Laut der Gensler City Pulse Umfrage 2023 ist die Wahrscheinlichkeit, dass Personen, die der Meinung sind, dass ihre CBDs ein starkes Erlebnis bieten, auch sagen, dass ihre Städte ein großartiges Erlebnis bieten, um 79 % höher.
Wer kann diese Transformation anstoßen? Die Unternehmen, die von der Straße bis zu den Türmen reichen. Es ist der richtige Zeitpunkt, diese Schaufenster im Einklang mit einer Vision von Gleichheit, gesellschaftlichem Engagement und Chancen neu zu programmieren.
Der Inside-Out-Ansatz
Dieser Ansatz zielt darauf ab, Räume zu gestalten, die die Unternehmenskultur vom Arbeitsplatz auf die Straße bringen und sich der Gemeinschaft öffnen. Er schafft neue Kommunikationsformen, die die Stakeholder-Einbindung physisch oder digital erhöhen.
1. Storefront (Ladenfront)
Wenn Sie das Gesicht des Unternehmens auf den Bürgersteig bringen, schlagen Sie eine Brücke zwischen dem privaten und dem öffentlichen Raum. Diese Ladenfronten, in Formen wie Mitgliedszentren, Coworking Spaces oder halboffenen Parks, beseitigen die Mauern zwischen Büro und Stadt.
2. Annehmlichkeit (Amenity)
Im Gegensatz zum Storefront muss es nicht direkt an das Büro angrenzen. Ein Unternehmen kann einen öffentlichen Restaurant- oder Cafébereich eröffnen, der die Designsprache seines Büros widerspiegelt und so einen sanften Übergangsraum zur Gemeinschaft schafft.
3. Erfahrung (Experience)
Durch virtuelle Realität (VR) und das Metaverse werden digitale Gemeinschaftserlebnisse geschaffen. Diese Plattformen verwandeln sich in digitale Foren, die Feedback für zukünftige physische Raumgestaltungen sammeln.
Der Outside-In-Ansatz
Dieses Modell lädt Gemeinschaften direkt in das Gebäude ein. Ziel ist es, kleine Unternehmen und kreative Gemeinschaften in den Stadtzentren zu unterstützen.
1. Residenz (Residency)
Residenzprogramme, die Unternehmen mit lokalen Künstlern zusammenbringen, verleihen dem Arbeitsplatz einen einzigartigen Charakter. Kunst ist das Hauptelement der menschlichen Note, die die Rückkehr ins Büro attraktiv macht.
2. Veranstaltungsraum (Event Space)
Dies sind Gemeinschaftsräume für Mitarbeiter und Nachbarschaften. Sie unterstützen die „ganzheitliche Entwicklung“ durch Konferenzen, Workshops oder hybride Veranstaltungen.
3. Pflegezentrum (Care Hub)
Es ist eine Kombination aus beiden Ansätzen. Es konzentriert sich auf das Wohlbefinden der Gemeinschaft und der Mitarbeiter – es stärkt die Work-Life-Balance mit Bereichen wie Kinderbetreuung, psychischer Gesundheit und sogar Haustierservices.
Den neuen urbanen Rhythmus einfangen
Unternehmen sollten öffentliche Räume nicht nur als Investoren, sondern als Städtepartner betrachten. Auch wenn die Bürolichter ausgehen, muss das Leben auf der Straße weitergehen. Die wahre Transformation beginnt genau an diesem Punkt.
